B&W Geschichte

Bowers & Wilkins Lautsprecher

Modern. Unkonventionell. Ikonisch.

Der berühmteste High-End Lautsprecher-Hersteller der Welt.

Die Marke Bowers and Wilkins

Bowers and Wilkins - kurz B&W - ist die Traditionsmarke aus England. Sie wurde im Jahre 1966 von John Bowers (1923–1987) und Roy Wilkins unter dem Namen B&W Electronics gegründet.

Das Unternehmen entwickelt und produziert überwiegend Lautsprecher im Mittel- und Hochpreissegment. Ausserdem ist B&W die Marke, welche mit seiner erfolgreichen Serie 800 seit 1993 im High-End Bereich am meisten verkauft.

Produkt-Kategorien

Eine Übersicht zum Sortiment von B&W

Bowers and Wilkins verfügt über ein breites Sortiment an Stand-Lautsprechern. Mit einer Preisspanne von CHF 590 bis zu CHF 73'000, sorgt der englische Hersteller für eine umfangreiche Auswahl.

Um Ihnen zu helfen, haben wir die vier Produkte-Serien der Marke nach Lautsprecher-Kategorien geordnet:

  • Die Serie 600 stellt die Einsteigerklasse dar.
  • Mit der Serie 700 bietet B&W Premium-Boxen an.
  • Die Serie 800 reflektiert die Sparte an High-End Lautsprechern der Marke. Auf diese Kategorie hat sich unser Geschäft spezialisiert.
  • Schliesslich gibt es die berühmte B&W Nautilus, welche anhand der Prestige Serie separat betrachtet wird und als ultimativer Referenz-Lautsprecher der Marke angesehen werden kann.

Der B&W Klang

Der B&W-Klang kann wie folgt definiert werden:

  • Hohe Neutralität im Medium.
  • Sehr viele Details und Finessen im Hochton.
  • Prächtiger und tiefer Bass.

Sehr klar und authentisch in seiner Wiedergabe, ist der B&W-Klang heute weit davon entfernt, "abgerundet" und „brav“ zu sein. Typischerweise zeigt ein Bowers & Wilkins Lautsprecher Charakter und Enthusiamus, gefällt den Leuten aber auch häufig wegen seiner unkomplizierten Art.

Aus einer technischen Perspektive lässt sich sagen, dass die meisten B&Ws sehr pegelfest sind und - unter normalen Klang-Bedingungen - weit von ihren Limiten entfernt spielen, was der Wiedergabe viel Ruhe beschert.

Die B&W Geschichte

Alle Unternehmungen starten zunächst klein. Keine Ausnahme darin bildete auch Bowers & Wilkins, welches zu Beginn der Stereozeiten ein kleines Geschäft für Hifi und Elektronik darstellte und von den Herren John Bowers (Foto) und Roy Wilkins nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde. Sie hatten sich während dem Konflikt im Royal Corps of Signal - einer Kampfunterstützungseinheit der British Armi - kennengelernt.

Bowers (1922–1987) interessierte sich schon immer am Lautsprecherbau, und - als sein Geschäft begann, Kirchen und Schulen mit Beschallungsgerätschaften zu versorgen, konnte er seiner Leidenschaft endlich freien Lauf lassen. Dadurch wurde er zunehmend in die Konstruktion und Montage von Lautsprechern involviert, dessen Produktion in einer Werkstatt hinter dem Geschäft stattfand.

1966 gründete Bowers "B&W Electronics Ltd.". Der erste Lautsprecher der Marke hiess P1 und kam noch im selben Jahr auf den Markt. Baukompenenten wie Filter und Kabinet entwickelte B&W selbst, während die Treiber aus den Häusern EMI und Celestion stammten.

Wie etablierte sich B&W als Marke?

Ein Einblick in die Geschäftsstrategie.

Um die Absätze anzukurbeln, brachte B&W 1968 die erschwinglicheren Modelle DM1 und DM3 (Domestic Monitor) auf den Markt. Damit die Herstellungskosten künftig gesenkt werden konnten, stellte das Unternehmen den Treiber-Spezialist Dennis Ward ein, welcher zuvor beim Liferant EMI beschäftigt war.

Ein weiterer Erfolgsfaktor in der Geschäftsstrategie von John Bowers war, dass er grosse Teile seines Gewinnes ständig ins Unternehmen reinvestierte. So wurde 1972 - 4 Jahre später - in Worthing, eine neue Produktionswerkstatt eröffnet. Dort wurden unter anderem hochwertige Bruel & Kjaer Messgeräte in einer Anechoid-Kammer installiert, um über Phasen -Linearität zu forschen.

Queen-Award

Durch das Geschick von John Bowers wuchs B&W mit rasanter Geschwindigkeit.

Die Konsequenz des guten Managements liess sich entsprechend am guten Absatz der Firma messen: B&W verkaufte sehr gut im eigenen Land und konnte dadurch - gegen Ende der sechziger Jahre - ihren ersten internationalen Importeur für sich gewinnen: die Firma Audioscript in den Niederlanden.

1973 konnte das Unternehmen sogar seinen ersten Queen-Award für ihre guten Exportzahlen für sich beanspruchen.

Diese prestigiöse Auszeichnung markiert eine Zäsur in der Geschichte der Marke, da der Preis einem Unternehmen sowohl mehr Sichtbarkeit am Markt, wie auch deutlich höhere Reputation beschert.

Was sind die Marken-Kennzeichen von B&W?

1976 zeichnete der berühmte Industrie-Designer Kenneth Grange den DM6-Lautsprecher. Bei der Entwicklung setzte B&W einen neuen Medium-Treiber aus gelbem Kevlar Material ein, der mit einem versteifenden Harz imprägniert wurde, um Verzerrungen zu minimieren.

Dieser Treiber war während Jahrzehnten das Kennzeichen der Marke. Mit der Einführung der neuen B&W 800 D3 Serie wurde - zum Bedauern vieler Fans - dieses Erkennungsmerkmal bei den Lautsprechern jedoch aufgegeben. Die heutigen Treiber sind grau.

In 1977 konnte B&W mit der neuen DM7 zum ersten Mal einen Hochtöner auf den Lautsprecher setzen: ein weiteres Erkennungsmerkmal, welches sich in den Köpfen vieler High-Ender eingeprägt hat und noch bis heute mit dem Namen der Marke assoziert wird.

Nach ein Verzehnfachung der Verkaufszahlen wurde das Unternehmen 1978 bereits mit seinem zweiten Queen-Award belohnt, was der Marke eine noch grössere Renommee verlieh.

Der Livehaftigkeit auf der Spur

Marktvorteil durch Forschung & Entwicklung.

Nach drei Jahren Entwicklungszeit schrieb B&W 1979 mit dem Modell 801 das nächste Erfolgskapitel seiner Geschichte. Dank einem grossen 38cm-Treiber konnte dieser Lautsprecher den Markt mit echtem Tiefbass überzeugen.

In 1982 eröffnete das Unternehmen ein neues Forschungszentrum in Steyning, ca. 10km vom Hauptsitz in Worthing entfernt. Dabei wurden insbesondere Hörräume installiert, welche typische Wohnzimmer von Privatpersonen nachbilden sollten, um möglichst realistische Bedingungen zu simulieren. Natürlich war hierbei das Ziel, die bestmögliche Klangwiedergabe zu erreichen.

Weitere Ausstattungen, wie ein erster Computer oder auch ein Laser-Interferometer kamen dazu. Um dieser – dazumal - hoch modernen Ausstattung gerecht zu werden, stellte B&W bis zu 20 Ingenieure ein, darunter Laurence Dickie, welcher insbesondere für die sogenannte «Matrix-Konstruktion» verantwortlich war und die heute weiterhin eingesetzt wird. Das konstruierte Gehäuse wird dadurch deutlich steifer, was Verfärbungen stark reduziert und die "Impulsivität" einer Box erheblich steigert.

B&W Nautilus

Die Geburt einer Legende.

1993 wurde die Welt von einer Sensation erschüttert: dem Nautilus-Lautsprecher.

Dieser ist das Ergebnis aus der Forschung für "perfekte Dipol-Lautsprecher", die John Bowers dem jungen Laurence Dickie kurz vor seinem Tod anvertraute. Dieses Projekt war sehr umfangreich. Es wurde nämlich versucht, die Rückstrahlung des Treibers in einer cleveren Art zu dämpfen, um Verzerrungen deutlich zu verringern.

Dickie entdeckte, dass sich exponentiell abnehmende Röhrendurchmesser perfekt für diese Aufgabe eigneten. Um diese Erkenntnis in die Praxis umzusetzen, konstruierte er eine Box mit einem spektakulären Design: alle Treiber wurden an lange Hinter-Röhren gekoppelt, um die hintere Welle sanft zu dämpfen. Tatsächlich führte dies zum erhofften Effekt.

Für den Bass wurde ein faserverstärkende Kunststoffgehäuse entwickelt, das wie ein "Nautilus" aussah: ein Ur-Tier, welches vor Millionen von Jahren in allen Ozeanen des Planeten zu finden war.

B&W 800 Serie

Der Verkaufsschlager.

1998 implementierte Bowers & Wilkins die "Nautilus-Technologie" in die neue Serie 800. Diese entwickelte sich sehr schnell zu einem riesigen Verkaufserfolg: das Modell 802 N2 wurde zum meistverkauften High-End Lautsprecher der Welt. Zu den Schlüsselfaktoren des Erfolges zählten vor allem das originelle Design, sowie die relativ kompakte Grösse der Lautsprecher der 800 Serie, was die Integrierung in Hörräume erleichterte.

Im Jahre 2002 akquirierte das Unternehmen für 7 Mio. britischer Pfund neue Gebäude für Produktion, Lager und Hauptsitz. Um die Produktionskette weiter zu verkürzen übernahm das Unternehmen ein Jahr später - in 2003 - seinen dänischen Lieferanten, der das Know-How für das anspruchsvolle, wassertropfen-förmige Gehäuse der 800er-Serie besass.

2005 ersetzte die 800D-Baureihe die N800. Zum ersten Mal wurden Diamant-Kalotten-Hochtöner eingesetzt und bescherte B&W den EISA-Award für das Modell 803D. Dies verlängerte den Grosserfolg der 800er-Serie nochmals und sicherte dem Unternehmen einen wichtigen Teil seines Umsatzes.

Wechsel an der Spitze

Die aktuellen Kernereignisse.

Nach dem Tod von John Bowers konnte B&W fast 20 Jahre von den Ideen seines Schöpfers profitieren. Die 800er-Serie kann deshalb als sein Erbe betrachtet werden, die seine geniale Wahrnehmung auf High-End Hifi reflektiert.

Wie allerdings auf der Infographik zu sehen ist, beginnt die Marke neue Pfade einzugehen. Alles begann im Jahre 2007, indem das iPod-Lautsprechersystem Zeppelin eingeführt wurde. Ein Jahr später - in 2008 - ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Auto-Hersteller Jaguar ein, um für das Modell «XF» ein Car-Hifi-System zu entwickeln.

Natürlich bleibt die 800 Serie der Kern von B&W, wie es das Unternehmen 2015 mit der neuen D3-Generation zeigt, doch die Signale, das die Marke aussendet, deutet klar auf eine Diversifikationsstrategie hin.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Facts im Überblick.

  • B&W startete 1966 von John Bowers & Roy Wilkins als kleines Hifi-Geschäft. Später übernahm vorallem John Bowers die Leitung des Unternehmens bis zu seinem Tod in 1987.
  • Bowers & Wilkins ist einer der erfolgreichsten und der berühmteste Lautsprecher-Hersteller der Welt. Entsprechend verfügt die Marke über ein diversifiziertes Sortiment an Lautsprechern in einem Preisintervall von CHF 590 bis zu CHF 73'000.
    • Unser Geschäft hat sich dabei vor allem auf die Serie 800 der Marke spezialisiert.
  • Neben ihrem aussergewöhnlichen Design, besitzen die B&W Lautsprecher den Vorteil, eine kleine Grösse aufzuweisen relativ zu anderen High-End Boxen. Moderne Interieurs können deshalb sehr gut mit diesen Lautsprechern kombiniert werden.
  • Klanglich zeigt ein B&W-Lautsprecher stets die Realität einer Aufnahme auf. Wer also wahrheitsgetreue Musik mag, denen empfehlen wir eine Bowers & Wilkins.

Unser B&W Lautsprecher-Sortiment

Seit 2015: B&W Händler in der Schweiz.

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